Themencluster (abgeschlossen)

Von 2014 bis 2018 hat das BiSS-Trägerkonsortium fünf Themencluster angeboten. In den Clustern haben sich Fach- und Lehrkräfte aus allen Bundesländern zu übergreifenden Themen der sprachlichen Bildung ausgetauscht und Materialien wie zum Beispiel Handreichungen und Broschüren erarbeitet. Die Inhalte der Cluster werden seit 2019 in den BiSS-Fachgruppen weitergeführt.

 

Sprachbezogene Unterrichtsentwicklung in der Schule und sprachliche Bildung im Elementarbereich

Im Cluster „Sprachbezogene Unterrichtsentwicklung in der Schule und sprachliche Bildung im Elementarbereich“ wurden Modelle und Konzepte zur durchgängigen Sprachförderung anhand des gemeinsam gewählten Sprachlernthemas „Präsentieren“ erarbeitet. Präsentieren ist – als Berichten von Ereignissen – bereits im Kita-Alltag präsent und führt über die Primar- bis in die Sekundarstufe. Es eignet sich daher gut, um Konzepte zu erarbeiten, wie Sprachlernen über die Schnittstellen hinweg kontinuierlich gefördert werden kann.

Zwei Schnittstellen wurden besonders in den Blick genommen:

  • Der Übergang vom Elementarbereich (Kita) in die Grundschule und damit auch der Übergang von der mündlichen in die zunehmend schriftliche Literacy: Dabei steht die Anschlussfähigkeit der vorschulischen Sprachförderung an die Grundschule und weiter in die Sekundarstufe im Vordergrund.
  • Die horizontale Schnittstelle der durchgängigen Sprachförderung zwischen dem Fach Deutsch und den Sachfächern: Dabei geht es nicht so sehr um die sprachliche Förderung im Sachunterricht, sondern vielmehr um die Etablierung eines sprachbewussten Sachunterrichts, der didaktische Konzepte aus dem Sprachunterricht (z.B. Lesestrategien) für den Sachunterricht nutzt.

Das Cluster wurde von Michael Becker-Mrotzek moderiert (BiSS-Trägerkonsortium). Die inhaltliche Leitung lag bei Thomas Lindauer in Zusammenarbeit mit Afra Sturm (beide Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz), Dieter Isler (Pädagogische Hochschule Thurgau) und Claudia Neugebauer (Pädagogische Hochschule Zürich).

Lernende Institution

Das Cluster „Lernende Institution“ hat sich mit Gelingensbedingungen für die Implementierung von Sprachförderkonzepten in Bildungseinrichtungen befasst. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben zentrale Aspekte von Sprachbildung und Sprachförderung im Hinblick darauf diskutiert, wie sie unter verschiedenen organisatorischen Rahmenbedingungen in den Curricula und pädagogischen Konzeptionen von Schulen und Kindertageseinrichtungen implementiert werden können.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gemeinsam die Handreichung „Projektplanung im Kontext sprachlicher Bildung“ verfasst. Darin enthalten sind konkrete Schritte und Instrumente, mit denen Einrichtungsleiterinnen und -leiter, Schulleitungen, Fach- und Lehrkräfte die BiSS-Impulse vor Ort organisatorisch umsetzen und somit zur Weiterentwicklung ihrer Institution beitragen können.

Das Cluster wurde von Hans-Joachim Roth moderiert (BiSS-Trägerkonsortium).

Sprachbildung, -förderung und -diagnostik

Das Cluster „Sprachbildung, -förderung und -diagnostik“ hat das Ideal einer durchgängigen Sprachbildung und -förderung in den Blick genommen, das erfolgreiche Sprach- und Bildungsbiographien von Kindern von der Kita bis in die Sekundarstufe ermöglichen soll. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden dafür sensibilisiert, individuelle Spracherwerbs- und Lernbedingungen (z. B. Mehrsprachigkeit) und die daraus resultierende Heterogenität bildungssprachlicher Fähigkeiten in Lerngruppen und Klassen zu erkennen und bei der Förderung zu berücksichtigen.

Das Cluster wurde von Luna Beck, Sabine Wilmes und Claudia Bach moderiert (BiSS-Trägerkonsortium).

Qualitätsmonitoring

Im Themencluster „Qualitätsmonitoring“ wurden Grundlagen der Qualitätssicherung von Konzepten zur sprachlichen Bildung erarbeitet. Ein Arbeitsschwerpunkt war die Entwicklung von Konzepten zur Selbstevaluation. Hierfür konnten wissenschaftliche Referentinnen von Univation – Institut für Evaluation gewonnen werden. Das Cluster hat sich ca. zweimal jährlich im Zeitraum 2014 bis 2017 getroffen.

Das Cluster wurde von Sofie Henschel moderiert (BiSS-Trägerkonsortium).

Seiteneinstieg in das deutsche Schulsystem

Das Cluster war eine feste Arbeitsgruppe bestehend aus sechs BiSS-Verbünden, die zum Thema „Seiteneinstieg in das deutsche Schulsystem“ gearbeitet haben. Es hat sich mit praktischen Aspekten der Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler befasst, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und Deutsch lernen. Fester Bestandteil der Clustertreffen waren Hospitationen in den beteiligten Schulen, die jeweils von einem Bundesland oder einem BiSS-Verbund organisiert wurden. Ein besonderer  Fokus lag auf der Frage, wie der Übergang der Schülerinnen und Schüler in den regulären Unterricht gestaltet werden kann, da sie zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden oder nur anteilig am Regelunterricht teilnehmen.

Das Cluster wurde von Nora von Dewitz moderiert (BiSS-Trägerkonsortium).

Weitere Informationen:

Neues Material für den DaZ-Unterricht: Der Ordner „Schreibkompetenzen trainieren von A1 bis B1“

Projekt „VeRbinden: Übergänge von Vorbereitungs- in Regelklassen“

Fachgruppe „Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche“